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Ein Wein für sich genommen kann einen noch
so tollen Trinkgenuss bieten, wenn er nicht zum gewählten
Essen passt, ist es mit dem Genuss vorbei. Man muss sich schon etwas
intensiver mit der Materie beschäftigen, um herauszufinden,
welche Weine mit welchen Speisen harmonieren. Zumal es in der Regel
fast unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten gibt, die man
sich in einem jahrelangen Erfahrungsprozess regelrecht erarbeiten muss.
Die uralte Faustregel "zu dunklem Fleisch stets Rotwein, zu hellem
Fleisch nur Weisswein" ist längst passé.
Neue, kreative Arten zu kochen, die leichte, phantasievolle und auf
natürliche Aromastoffe ausgerichtete Küche lassen
völlig neuartige Kombinationen zu und eröffnen vor
allem dem Weisswein neue Einsatzfelder. Die angestrebte Harmonie
lässt sich allerdings nur dann erreichen, wenn sich Wein und
Speise besonders ähnlich sind - das heisst wenn Rohstoffe,
Zutaten und Zubereitung der Speisen Ähnlichkeiten in
Fülle und Gehalt, Duft- und Geschmacksnoten sowie Duft- und
Geschmacksintensität gewährleisten.
Drei Grundsätze gilt es zu beachten:
- Der Wein soll den Geschmack der Speise
unterstreichen
- Die Weinfolge soll (ebenso wie die Speisenfolge) in
Aroma und Geschmack sowie in Gehalt und Fülle eine Steigerung
erfahren
- Ein Wein hat bei Tisch drei Feinde, die angreifen
- Essig (Salat)
- Spitze Säure
- Öl (z.B. bei öligen Fischarten,
die besonders Rotwein einen metallischen Geschmack verleihen
können
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